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Liturgia Trinitatis

 

Komponowana za Serbski ewangelski cyrkwinski dźeń na 5. njedźeli po Swjatej Trojicy 2015 w Bukecach w nadawku Serbskeho ewangelskeho towarstwa a z podpěru Załožby za serbski lud.

Komponiert von Sebastian Elikowski-Winkler für Chor a cappella zum Sorbischen evangelischen Kirchentag am 5. Sonntag nach Trinitatis 2015 in Hochkirch im Auftrag des Sorbischen evangelischen Vereins und mit Unterstützung der Stiftung für das sorbische Volk.

Erschienen bei der Edition Plante, Berlin.

Vorwort

Im Jahr 1574 erschien als erstes sorbisches Buch das Gesangbuch des Straupitzer Pfarrers Albin Moller. Es enthielt nicht nur Lieder für den Gemeindegesang, sondern auch eine Gottesdienstordnung und den Kleinen Katechismus Dr. Martin Luthers. Die Gottesdienstordnung war zweisprachig lateinisch und sorbisch. Moller folgte damit den ältesten lutherischen Gottesdienstordnungen, welche zum Teil deutsch und lateinisch erschienen waren. Dies geschah nach dem Grundsatz, dass „keine merkliche Änderung“ am herkömmlichen Gottesdienst vorgenommen wurde, wie es in Artikel 24 des Augsburgischen Bekenntnisses von 1530 heißt.

Der vorliegenden Komposition von Sebastian Elikowski-Winkler liegt ein Abschnitt aus Mollers Gesangbuch zugrunde: der Introitus und das Kyrie Summum des Festes der Heiligen Dreifaltigkeit, welches am Sonntag nach Pfingsten gefeiert wird. Die lateinischen Texte des „Benedicta sit sancta Trinitas“ und des „Kyrie, fons bonitatis“ stimmen weitgehend mit den vorreformatorischen Vorlagen überein. Mollers Übersetzung ins Niedersorbische enthält einige Vereinfachungen.

Im Vorfeld des Sorbischen evangelischen Kirchentags 2015 beauftragte der Sorbische evangelische Verein den Komponisten Sebastian Elikowski-Winkler mit einer Neuinterpretation der Mollerʼschen Gesänge zum Trinitatisfest. Ein Projektchor, dessen Kern der Chor „Budyšin“ war, übernahm unter Leitung von Michał Janca die Uraufführung im Kirchentagsgottesdienst am 5. Juli in Hochkirch.

Mit dem vorliegenden Werk wird eine weite Brücke geschlagen: von der vorreformatorischen Liturgie über die Wittenberger Reformation und das Wirken des Straupitzer Pfarrers Moller in die Welt des 21. Jahrhunderts. Mögen auch weitere Aufführungen die enge Verbindung von Kultus und Kultur in der Geschichte der Sorben bezeugen.

„Bohu k česći – Serbam k wužitku.“

Jan Malink
Serbski superintendent